Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Damit Sie unsere Kirchengemeinde kennen lernen können, möchten wir hier einen Artikel einstellen, der am 19.01.2009 in der Vaihinger Kreiszeitung in der Reihe „Kirchengemeinden im Porträt“ erschienen ist:

 

 

 

 

 

 


Kirchengemeinden im Porträt: Roßwag

 

Die ideale Gemeinde für Familien

Roßwag – wo es Kindern (und Erwachsenen) gut gefällt

 

Weil kleinere Gemeinden nicht alle klassischen Arbeitsbereiche der Gemeindearbeit gleich gut abdecken können, setzen die Roßwager Schwerpunkte in der Gemeindearbeit: so hat die Gemeinde ein Herz für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, für musikalische Ausbildung (Posaunenchor) und für die Durchführung von Glaubenskursen.

 

Jedes Jahr ziehen kurz vor dem 6. Januar rund 60 Kinder mit 20 Mitarbeitern in einer ökumenischen Sternsinger-Aktion von Haus zu Haus und tragen die Botschaft von der Geburt Jesu zu den Menschen. Abgeschlossen wird diese Aktion regelmäßig mit einem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst am Erscheinungsfest (Hl. Drei Könige).

Kleinere Kinder und Mütter treffen sich regelmäßig in einem eigenen Kreis, von dem aus die Kinder, wenn sie etwas älter sind in die Kinderkirche für die Kleinen (für 4-6 Jährige) eingeladen werden, die in der Schulzeit jeden Sonntag stattfindet. Danach stehen ihnen die Jungschargruppen in verschiedenen Altersstufen und die Kinderkirche offen. Viele Kinder besuchen diese Gruppen mit großer Freude. In den Osterferien findet für die Kinder nach den Feiertagen schon seit über 10 Jahren eine Kinderbibelwoche statt, an der das Roßwager Gemeindehaus regelmäßig fast aus seinen „Nähten“ platzt. Viele Jahre gab es in den Sommerferien auch eine bei den Kindern beliebte Dorffreizeit

 

Eine Besonderheit der Roßwager Kirchengemeinde ist seit 2001 der Konfirmanden-unterricht in zwei Phasen, d.h. in der Klassenstufe 3 und in der Klassenstufe 8. Das Modell KU 3 plus 8 vermittelt den Kindern schon frühzeitig ein Grundwissen über die Taufe, das Abendmahl und die eigene Kirchengemeinde. Immer wieder lassen sich Kinder in dieser Zeit taufen. Auch werden sie gezielt auf die Feier des Abendmahls vorbereitet. Wenngleich es bei der heutigen Arbeitsbelastung nicht immer leicht ist sich ehrenamtlich zu engagieren, wirken jedes Jahr beim Unterricht der „Kleinen“ Konfirmanden in Kleingruppen fast alle Mütter der Kinder mit. In der Konfirmandenzeit (Klassenstufe 8) stehen dann neben dem Unterricht bis zur Konfirmation verschiedene Projekte an: Kanu-Tour, Konfi-Cup, Altpapiersammlung, Herbstgabensammlung, Waldweihnacht, Gemeindepraktikum, Konfirmandenfreizeit am Bodensee bei den Fackelträgern, ökumenischer Kreuzweg für Jugendliche und Erwachsene.

Jugendliche haben nach der Konfirmation in Roßwag die Möglichkeit sich im Teenie-Treff zu engagieren. Neben biblischen Impulsen und Diskussionen zu verschiedenen Themen werden auch unterschiedlichste Freizeitaktivitäten ausgeübt. Zur Zeit gestalten die Jugendlichen die Strebelstube in „ihren“ Clubraum um.
   Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben in Roßwag beste Möglichkeiten ein Blasinstrument im Posaunenchor zu erlernen. Viele Kinder haben so schon unter der Leitung von Ingeborg Otto, derzeit unterstützt von den Jungbläserleiterinnen Lena Damrow und Anna-Lena Heintel, das Spielen eines Blasinstrumentes erlernt. Immer wieder entscheiden sich auch Erwachsene für eines der Instrumente und bekommen dann Unterricht bei Helmut Otto. So ist der noch junge Posaunenchor Roßwag (seit 1991) inzwischen zu einem stattlichen und gern gehörten Chor herangewachsen, der bis zu 25 Mal im Jahr im Einsatz ist bei Gottesdiensten, Festen oder beim Spielen im Krankenhaus- und Altenheim. Neben der klassischen Choralbegleitung, werden oft auch Stücke aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und Epochen aufgegriffen. Für Pfarrer Langer ist der Roßwager Posaunenchor eines der Aushängeschilder der Gemeinde, auf die man mit Recht stolz sein darf.
   In den letzten Jahren hat sich auch das 2 Mal im Jahr stattfindende (Frauen-) Frühstück im Keltersaal zu einer Veranstaltung entwickelt an der regelmäßig 60-80 Personen teilnehmen. Nach einem gemeinsamen Frühstück werden durch Referentinnen meist Themen zu Aspekten der Lebensführung vorgetragen. Auch der Weltgebetstag der Frauen hat in Roßwag eine lange Tradition.  – Seit dem Anschlag auf das World-Trade-Center am 11.09.2001 gibt es in Roßwag jeden Mittwoch ein halbstündiges Abendgebet, in dem für persönliche Anliegen, Anliegen der Gemeinde, aber auch regelmäßig für unser Land und den Frieden in der Welt gebetet wird.
   In den letzten beiden Jahren wurde in der Roßwager Gemeinde mit jeweils einem Grundkurs des Glaubens (Alpha-Kurs) ein neuer Schwerpunkt gelegt. 20-25 Personen haben daran jeweils teilgenommen. An den „offenen Abenden“  wird über Themen des persönlichen Glaubenswachstums referiert und diskutiert. „Wir wollen dabei eine gesunde Mischung an Informationen über den christlichen Glauben und dem Erzählen von konkreten Glaubenserfahrungen bieten. Dabei ist es uns auch sehr wichtig, dass jeder all die Fragen stellen kann, die er oder sie einfach einmal loswerden wollen“, meint Pfarrer Langer. Momentan wird für den März an einer Reihe von vier Themenabenden gearbeitet. Regelmäßige Hauskreise fördern die Freude am Wort Gottes, die Gemeinschaft und die Seelsorge untereinander.
   Alle Veranstaltungen und Gruppen sind getragen von einem guten ökumenischen Miteinander, was Pfarrer Langer und seine katholischen Ehefrau besonders schätzen.
   Die Roßwager Gemeinde feiert gerne Gottesdienste im Freien mit meist 150-200 Personen: Erntebittgottesdienst, Gemeindefest, Herbstfest des Heimatvereins, an der Linde und Waldweihnacht am 2. Weihnachtstag. „Von den Besucherzahlen her, müssten wir fast noch mehr Gottesdienste ins Freie verlegen. Aber ich glaube, das würde sich dann schnell abnützen, sind doch diese Gottesdienste schon etwas Besonderes.“ Eine neue Tradition lebendigen Glaubens hat sich in den letzten 5 Jahren in Roßwag herausgebildet durch den „Lebendigen Adventskalender“. In der Zeit vom 1. bis 23. Dezember ziehen jeden Abend zwischen 50-70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene durchs Dorf und werden an einem jeweils anderen Adventsfenster auf Weihnachten eingestimmt. Ein gutes Angebot um in einer turbulenten Zeit zur Ruhe zu kommen und auf den Kern von Weihnachten zu stoßen. „Ich freue mich, dass viele Gottesdienste in Roßwag ein unterschiedliches liturgische ’Gesicht’ haben, was auch an der Beteiligung von Posaunenchor, Projektchörle, Liederkranz, Junger Chor EigenArt und anderen Solisten liegt“ (Oliver Langer). Das jährliche stattfindende biblische Singspiel der Grundschule, Einschulungsgottesdienst und Schulweihnachtsfeier, sowie die Abendmusik im Oktober unter der Leitung von Jürgen Huttenlocher tun ein Übriges, dass die Roßwager Martinskirche stets mit neuem Leben erfüllt wird.
   Im Zentrum aber bleibt, dass Menschen – auf welchem Weg auch immer - von Gott persönlich angerührt werden und spüren, dieser Gott hat mit meinem Leben zu tun, er liebt mich, er legt mir Hoffnung ins Herz, verändert mein Leben und ist keineswegs nur ein Gott für Schwache, sondern für wache Menschen die Kopf, Herz und Hände am richtigen Fleck haben und sich in dieser Welt engagieren.
   Im Jahr 2009 will die Kirchengemeinde auf dem Weg zu einem neuen Altarkreuz weiter vorankommen und voraussichtlich ein Projekt für Männer bzw. Senioren vorantreiben.
   Natürlich ist eine Kirchengemeinde immer in Bewegung und seit der oben genannten Darstellung unserer Gemeinde hat sich bereits wieder einiges verändert.
   Da die Zahl der kleinen Kinder in den letzten Jahren stark nachgelassen hat, wurde die „Kinderkirche für die Kleinen“ eingestellt. Die„Dorffreizeit“ kann auf Grund einer veränderten Mitarbeitersituation derzeit nicht durchgeführt werden.

Auf der anderen Seite freuen wir uns über folgende neuen Projekte in unserer Gemeinde:

-       Projektchor

-       Anstellung einer Jugendbetreuerin (seit 2009)

-       monatlicher Mittagstisch (seit 2009)

-       mehrmals im Jahr Männerabende (seit 2010)

-       Besuchsdienst (seit 2011)

 

Es ist schön zu spüren, dass sich die Menschen in Roßwag immer wieder auf neue Wege einlassen, damit auf unterschiedliche Weise die „frohe Botschaft“ unter die Menschen kommt.