Taufe

© Hans Spiegl

Die Taufe

Die Taufe ist ein Anfang – nicht Gottes Anfang mit uns; denn Gottes Liebe und Barmherzigkeit gilt auch den Ungetauften; wohl aber der Anfang unserer Antwort auf Gottes JA zu uns. Deswegen braucht man bei der Taufe auch den menschlichen Glauben. Den Glauben des Erwachsenen, der bei seiner eigenen Taufe seinen Glauben vor und mit der Gemeinde bekennen wird und der das Versprechen ablegt, in diesem Glauben zu bleiben und zu wachsen mit Gottes Hilfe.
Bei der Kindertaufe braucht es den Glauben der Eltern und der Paten, die die Verpflichtung übernehmen, ihrem Kind und Patenkind das Geschenk Gottes zu erklären, den Glauben vorzuleben, für das Kind und Patenkind zu beten.

Anmeldung


Möglichst frühzeitig im Pfarramt. Dann kann der genaue Termin rechtzeitig abgesprochen werden, und es besteht die Möglichkeit zu einem Taufgespräch mit dem Pfarrer.

Geburtsurkunde


Vor der Taufe eines Kindes ist in der Regel bei der Anmeldung eine Geburtsurkunde vorzulegen. Falls vorhanden können Sie auch das Stammbuch für die Beurkundung der Taufe mitbringen.

Kirchenmitgliedschaft


Die Taufe hat auch eine rechtliche Folge. Da nach dem christlichen Glaubensbekenntnis unser Glaube immer der Gemeinschaft mit anderen Christen bedarf bedeutet die Taufe auch die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche und der Gemeinde. Sollte ein Getaufter die Gemeinschaft der Kirche verlassen, so bleibt seine Taufe dennoch gültig, denn die Taufe ist ja Gottes Angebot und Geschenk – das können wir Menschen auch durch unser falsches Tun oder Lassen nicht ungültig oder unwirksam machen. Wir können es höchstens vergessen, verachten, ablehnen, unbenutzt lassen. Wer aus der Kirche austritt kann kein Patenamt übernehmen.

Paten


Der Pate (Abkürzung für lateinisch “Pater spiritualis“ = „Geistlicher Vater“) übernimmt im Auftrag Gottes  und seiner Kirche die Mitverantwortung für die christliche Erziehung eines Kindes. Es muss mindesten ein Pate sein, der einer religiösen Gemeinschaft angehört, die zum Arbeitskreis der christlichen Kirchen gehört.

Patenschein

Das ist die Bestätigung ihrer Wohnsitzgemeinde, dass Sie Mitglied und im Besitz des Patenrechts sind, d.h. dass Sie konfirmiert sind und Pate werden können.

Tauffrage


Sie lauten:
Wollt ihr, dass dieses Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? Dann antwortet: „ Ja, ich will.“
Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass dieses Kind als Glied der >gemeinde jesu Christi erzogen wird? Dann antwortet: „Ja, mit Gottes Hilfe!“
Mit der Beantwortung der Tauffragen übernehmen die Eltern und Paten vor Gott und der Gemeinde die Verantwortung für die christliche Erziehung des Täuflings.

Der Taufspruch


Der Taufspruch ist ein Spruch aus der Bibel, der dem Täufling bei der Taufe zugesprochen wird. Er soll den Neu-Getauften durch sein Leben als Christ begleiten.
Hier einige Anregungen: Es kann ein Taufspruch sein zum Thema:

Freude
„Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich, meines Heilandes.“ Lukas 1,46,47
Frieden
„Christus ist unser Friede.“ Epheser 2,14
Gebet
„Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.“ Johannes 16,23
Glaube
„Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig.“ Apostelgeschichte 16,31
Gnade
„Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen!“ Jesaja 54,10
Geist Gottes
„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Kinder Gottes.“ Römer 8,14
Gottes Wort
„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“ Römer 1,16
Hoffnung
„Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun?“ Psalm 56,12
Leben
„Ergreife das ewige Leben, dazu du berufen bist.“ 1.Timotheus 6,12
Licht
Christus spricht: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Johannes 8,12
Liebe
„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Jeremia 31,3
Lob, Preis und Dank
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ Psalm 103,2
Segen
“Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ 1.Mose 12,2
Weg
„Die Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf.“ Hosea 14,10
Weisheit
„In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ Kolosser 2,3
Vertrauen
„Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“ 1.Petrus 5,7
Zuversicht
„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ Philipper 4,13


Natürlich können Sie sich auch  auf einer der zahlreichen Internet-Seiten dazu umsehen, zum Beispiel auf  www.taufspruch.de .Da werden Sie sicher fündig.



Die Taufkerze


Die Taufkerze bringen die Eltern oder die Paten mit in den Gottesdienst. Sie kann mit dem Datum und dem Namen des Täuflings beschriftet sein. Sie wird an der Osterkerze entzündet. Diese Kerze soll deutlich machen, dass in der Taufe die Auferstehung Jesu auch für diesen Täufling gilt: Das Licht von Ostern soll auch ihn durch sein leben und seinen Tod begleiten und ihm leuchten.

Die Taufe im Gottesdienst am Sonntag

Normalerweise findet die Taufe im Gottesdienst am Sonntagmorgen statt. Nach der Eingangsliturgie schließt sich die Taufhandlung an. Der Ablauf ist:

Glockengeläut
Vorspiel
Begrüßung
Gemeindelied
Votum: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Die Gemeinde antwortet mit: Amen
Psalm Gebet
Eingangsgebet und Stilles Gebet
Glaubensbekenntnis
Schriftlesung
Taufe: Einleitung, Gebet, Taufhandlung, Taufgebet, Taufkerze, Begrüßung der Paten.
Weitere Beiträge sind möglich und können gerne vorgeschlagen werden.
Tauflied
Predigt
Gemeindelied
Fürbitten Gebet und Vaterunser
Gemeindelied
Abkündigungen
Segenslied
Segen
Nachspiel